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Copyright (c) Jeremiah Morelli 2008. All rights reserved. Jeremiah David Morelli, 2003 VATER STURM Guinevere war zehn Jahre alt und nicht unbedingt groß für ihr Alter. Sicherlich entsprach sie nicht direkt dem gängigen Schönheitsideal, hatte aber ein entzückendes Gesicht und war in der ganzen Nachbarschaft eine immer wieder gern gesehene Person. Sie kannte alles und jeden in ihrem Wohnviertel. Fremde verirrten sich sowieso nur selten in das Randgebiet der mittelalterlichen Stadt, heute aber fiel ihre Aufmerksamkeit auf eine Gestalt, die sie hier noch nie bemerkt hatte. Das Mädchen beobachtete den alten Kauz unter der Eiche einige Minuten lang. Gebannt starrte sie ihn an und war kaum fähig ihre Augen von seiner schlanken Gestalt zu nehmen. Eine Windböe fegte durch die Seitenstraße der Stadt, rüttelte an den Fensterläden und brachte das vertrocknete Unkraut, das zwischen den grauen Pflastersteinen spross, zum Erbeben. Etwas Putz bröckelte von der Mauer hinter ihr ab und berührte ihren Nacken, wie eine unsichtbare Hand, die mit dürren Fingern zärtlich über ihre Haut strich. Der Windhauch war kräftig, trotzdem aber kaum mehr als der erste flüchtige Atem eines rasch näher kommenden Sturms. Gewaltige, graue Wolken verdunkelten den Horizont wie eine Phalanx himmlischer Reiter. Die Bauern außerhalb der Stadtmauer waren froh über die Ankündigung eines Unwetters, denn seit drei Wochen hatte es nicht mehr geregnet und die Felder waren so trocken, dass die Erde an manchen Stellen schon fast so hart wie Stein war. Der alte Mann zeigte sich vom Wetter eher unbeeindruckt. Er stand wie ein Fels in der Brandung, zwar stark nach vorne gekrümmt, aber deshalb nicht weniger sicher. Er trug ein langes, kuttenähnliches Gewand, das um seinen Körper flatterte, wie ein Tuch um eine Fahnenstange. Seine Augen waren kalt und eingebettet in ein Gesicht aus unzähligen Runzeln mit dicken, schwulstigen Lippen und einer Nase, die wie ein Apfel aussah. - Noch klein, nicht ganz reif und vorne leicht gerötet. Er hob eine Hand, und knochige Finger reckten sich unter seinem langen Gewand gen Norden, dem Sturm entgegen. Eine Sekunde später spaltete ein Blitz das Firmament, und noch einen Moment später folgte ein Donnerschlag, so laut und hallend, dass Guinevere meinte, die Hauswände müssten unter dem Druck erzittern und umfallen. Sie trat einen halben Schritt zur Seite und taste nach der Türklinke, wie nach einer Rettungsleine. Ihre Mutter wartete vermutlich bereits mit dem Essen auf sie, aber irgendwie brachte sie es einfach nicht fertig ihren Blick von dem Alten zu lösen. Sollte sie es wagen ihn anzusprechen? All ihren Mut zusammenraffend trat sie aus dem Windschatten des Hauseingangs. Sie blieb noch einmal stehen, als sie bemerkte, dass es ganz leicht zu regnen begonnen hatte, dann ging sie jedoch entschlossen weiter. Erst vor dem Fremden blieb sie stehen. „Ist Euch nicht kalt?”, fragte sie zögernd. „Eure Kleidung scheint mir nicht warm genug für so ein Wetter.” Der Alte blickte aus den Augenwinkeln auf Guinevere hinab. „Nein.”, sagte er, und seine Stimme war ebenso dunkel, wie sein Äußeres. Guinevere begann nervös an ihrer Jacke zu zupfen. Über ihren Köpfen spie der Himmel noch einmal einen Blitz auf die Stadt herab, und die Wolken öffneten ihre Schleusen nun gänzlich. Das Blätterdach der Eiche, unter der Guinevere und der Alte standen, war zum Glück so ausufernd, dass kein Regentropfen den Boden unter dem Baum berührte, während das Wasser sonst überall auf den harten Boden prasselte. Im Nu bildeten sich Pfützen und kleine Rinnsale am Straßenrand. „Habt Ihr kein Zuhause?”, fuhr Guinevere fort. „Keine Familie, mit der Ihr das Ende des Unwetters abwarten könntet? Solch ein Wolkenbruch scheucht doch sonst jedes Leben aus den Straßen.” „Ist das so?” Der Alte seufzte, doch dann kam zum ersten Mal ein flüchtiges Lächeln über seine Lippen. Er beugte sich vor und seine alten Augen erfassten ihr junges Gesicht. „Ich liebe Unwetter.“, verriet er ihr. „Ich bin immer an der frischen Luft, wenn andere nur nach einem trockenen Unterschlupf suchen.” „Das ist aber recht seltsam, Herr.” „Tatsächlich? Wenn du das sagst, muss es wohl so sein. Du bist sehr neugierig, mein Kind. Sag, wie heißt du?” Guinevere legte ihren Kopf schief und überlegte kurz. Der Alte hatte etwas Märchenhaftes an sich, so als wäre er einer der mystischen Fabeln oder Balladen, die die Sagenmeister auf dem Marktplatz zum Besten gaben, entsprungen. Er erinnerte sie an Geschichten, die ihr vor langer Zeit ihre Mutter erzählt hatte; Geschichten von Magiern und Zauberern, Helden und Ungeheuern. Eigentlich war Guinevere der Meinung längst zu alt für solche dummen Legenden zu sein, doch plötzlich entwischte ihr eine Frage, die so schnell durch ihre Gedanken glitt, dass sie sie unmöglich zurückhalten konnte: „Seid Ihr ein Magier, Herr?”, fragte sie, und der Alte lächelte breit über beide Wangen. Zu ihrer Überraschung nickte er. Er sagte kein Wort, aber so wie er dastand, eine Hand noch immer dem Horizont entgegengereckt, wusste sie einfach, dass er sie nicht belog. „Wenn Ihr wirklich ein Magier seid”, fuhr Guinevere trotzdem fort. “müsstet Ihr dann nicht wissen, wie ich heiße?” „Ich bin ein Magier, kein Hellseher.”, antwortete der Alte. „Daher kann ich deinen Namen nicht erraten. Ich bin für andere Bereiche der Zauberei zuständig.” „Erzählt mir mehr.”, bat Guinevere und der Alte nickte erneut. Er deutete nach Norden. „Siehst du die dunkle Wolkenfront?”, fragte er, obwohl die Frage wohl rein rhetorischer Natur war. Die Wolken waren nicht zu übersehen. Sie hingen wie geballte Finsternis in der Luft, durchtrieben von grauen Schwaden, die bei jedem Donnergrollen wie unter dem Schlag einer gigantischen Götterfaust erzitterten. Noch hatte der schwerste Zug die Stadt nicht einmal erreicht. „Sie hing heute Morgen noch über der offenen See.”, erklärte der Alte. „Sie kommt aus Skandinavien und die Meeresluft hätte sie dem Kontinent zugetragen. Der Sommer war dieses Jahr härter als sonst. Es gab weniger Regen und die Felder trockneten schnell aus. Ich musste etwas tun.” „Ihr lenkt die Wolken?” stellte Guinevere verblüfft fest, sie wollte noch mehr sagen, aber just in diesem Moment rief ihre Mutter nach ihr. „Ich muss gehen.”, sagte sie traurig und machte vor dem Alten höflich einen Knicks. „Dein Name ist also Guinevere?”, versicherte sich dieser. „Ein schöner Name. Einer aus alten Zeiten. Ich werde ihn mir merken.” Guinevere nickte und bedankte sich noch für die Unterhaltung, ehe sie sich umdrehte und nach Hause lief. Später, als sie zurückkam, war der Platz unter der Eiche leer. Vom Alten fehlte jede Spur, obwohl die Wolken noch immer tief hingen und die Stadt fleißig begossen. Die Zeit verging und der Alte blieb noch lange in ihren Gedanken, doch Magie und Wunder sind nicht für die Ewigkeit gedacht, und da Guinevere niemandem von dem merkwürdigen Fremden berichtete, war es auch nicht verwunderlich, dass sie jenen Abend und ihr Treffen mit dem Magier über die Jahre hinweg vergaß. Ungestört lebte sie weiter, wuchs heran und verbrachte ihre Freizeit mit anderen Geschichten. Einen Tag nach ihrem siebzehnten Geburtstag zog sie mit ihrem Verlobten in ein Gutshaus auf dem Land; ein Grundstück von beachtlicher Größe mit breiten Feldern und Viehweiden. Die Ostseite wurde von hohen Tannen, die wie eine natürliche Mauer aufragten und die gedrungenen Wohnhäuser von der nahen Stadt abschirmten, umschlossen. Überall sonst waren weite Nutzflächen. Guinevere lebte dort drei Jahre mit ihrem Ehemann, einer Magd und vier Wanderarbeitern. Die Männer kümmerten sich um die Felder, die Frauen um das Vieh und die Küche. Eines Abends, als Guinevere mit Balzak, einem der Arbeiter, alleine war, berichtete dieser von einem alten Mann, der aus dem Süden gekommen war. „Er sah aus, als hätte er bereits mehrere Tagesmärsche hinter sich; völlig heruntergekommen und abgemagert.”, erzählte Balzak. „Er bat den Herrn um eine Unterkunft.” „Eine Unterkunft?”, entfuhr es Guinevere Überrascht. „Hier? Wo die Stadt doch so nah ist? Was sagte mein Gemahl dazu?” Balzak zuckte mit den Schultern und tat zuerst so, als wüsste er es nicht, fuhr dann aber doch fort: „Soviel ich weiß, hat er dem Kerl dasselbe gesagt, bot ihm aber dennoch an, die Nacht hier zu verbringen. Der Fremde ist wohl sehr alt und sieht nicht aus wie jemand, der nur Ärger machen will. Er wird die Nacht jedoch mit mir und Phil in der Scheune verbringen müssen.” „Wird er vorher mit uns speisen? Ich hoffe doch nicht.” Normalerweise waren Guinevere und ihr Gemahl überaus gastfreundlich, aber die Ernte war dieses Jahr sehr schlecht ausgefallen, und in der Haushaltskasse und den Lagerräume herrschte gähnende Leere. Die Trockenheit des Sommers hatte ihnen allen zu Schaffen gemacht. Die kargen Mahlzeiten reichten selbst für sie und die Arbeiter meistens kaum. Balzak schüttelte den Kopf. „Er wollte nicht.” Guinevere atmete auf, rechnete jedoch damit, ihren Gast zumindest nach dem Abendmahl empfangen zu dürfen. Reisende kannten meist wunderbare Geschichten von fernen Orten, und ein Becher Wein lockerte fast jede Zunge. Auch die Arbeiter warteten auf ihn, doch selbst spät nach Sonnenuntergang ließ sich der Fremde nicht blicken. Es war kurz nach Mitternacht, als Guinevere ihn endlich zu Gesicht bekam... Sie lag bereits im Bett und schlief tief und fest. Ihr Gemahl hatte einen Arm um ihre Schultern gelegt. Er mochte sie und er war auch wirklich kein schlechter Mensch, aber Guinevere hatte ihn nicht aus Liebe geheiratet. Schon früh war ihr Leben von anderen arrangiert worden, so wie es auch in anderen Familien meistens der Fall war Sie erwachte und legte seinen Arm vorsichtig auf die andere Seite des Betts. Behutsam rollte sie herum, schloss wieder ihre Augen und wollte gerade weiterschlafen, als ein Geräusch sie zusammenzucken ließ. Es war wie ein Wispern des Windes, ein Rascheln der Blätter draußen vor dem Hof. Eine Stimme glitt mit dem Rauschen an ihr Ohr. Guinevere setzte sich gerade auf. Plötzlich war sie hellwach und angespannt. Sie sah sich um, zuerst orientierungslos und verwirrt, so als wäre jemand mit einem Besen durch ihr Gehirn gefegt und hätte ihre Gedanken durcheinander gebracht. Ihr Mann schlief weiter, ungestört und ruhig. Nur sie alleine hatte die Stimme vernommen. Guinevere... wisperte die Stimme des Windes. Komm zu mir... Sie stand auf und griff nach einer Kerze auf ihrem Nachtkästchen. Sie hatte immer ein Licht griffbereit in ihrem Schlafzimmer. „Wer ist da?”, flüsterte sie stockend. Ihre Augen hatten sich bereits an die Dunkelheit gewöhnt, trotzdem konnte sie niemanden erkennen. Das Licht ihrer Kerze half auch nicht wirklich. Es warf zuckende Schatten, die Bewegung vortäuschten, wo keine war. Sollte sie Hilfe holen? Sollte sie ihren Mann wecken? Aber was sollte sie ihm denn sagen? Dass eine Stimme nach ihr gerufen hatte; Eine Stimme, die womöglich gar keine Stimme war... Sie ging zum Fenster, schlug die Fensterläden auf und lehnte sich weit nach draußen. Ihr Herz begann schneller zu pochen. Eine Gestalt stand auf dem Vorhof des Hauses, ein Mann so finster wie die Nacht. Er stützte seinen Körper auf einen knorrigen Stock. Sein Haar glänzte verschwitzt im silbernen Mondlicht. „Guinevere.”, wisperte er, ohne auch nur seine Lippen zu bewegen. Es war tatsächlich der Wind, der durch die Kronen und Wipfel der Bäume pfiff und mit dem Rascheln der Blätter Stimmen erzeugte. Die Gesamtheit aller Geräusche war wie das Rauschen des Ozeans. Worte verbargen sich darin. „Erinnerst du dich an mich?”, wisperte der Alte und trat näher ans Fenster. Er war nur noch wenige Meter von Guinevere entfernt, aber das Mondlicht beschien nur seinen Rücken, während sein Gesicht finster blieb. Guinevere reckte sich vor, blinzelte und versuchte mehr zu erkennen. Letztendlich drehte sie sich seufzend um, schnappte sich einen Mantel und lief auf den Flur hinaus. Bevor sie hinausging, holte sie sich ein langes Messer aus der Küche, dann erst öffnete sie die Haustüre. Mutig stellte sie sich vor den Fremden, das Messer fest umklammert. „Wer seid Ihr? Und woher kennt Ihr meinen Namen?”, flüsterte sie. Der Fremde beäugte die scharfe Klinge in ihrer Hand mit steinerner Mine. Die Drohung war unübersehbar, aber er blieb ruhig. „Leg das Messer weg, Guinevere.”, wisperte der Alte. „Ich bin nicht dein Feind.” „Dann beantwortet meine Fragen!” „Ich bin der Wind. Erinnerst du dich nicht? Als wir uns das letzte Mal begegneten warst du noch sehr jung, vielleicht zehn oder elf Jahre alt.” Guinevere näherte sich ihm vorsichtig. Er rührte sich nicht vom Fleck. Sie machte ein paar Schritte zur Seite und er drehte seinen Kopf in ihre Richtung. Der Mond beschien jetzt sein Gesicht und sie erkannte es tatsächlich. Die Erinnerung blitzte wie ein Leuchtfeuer im Nebel auf. Es war der Mann aus jener sturmgepeitschten Nacht, aber wie hatte er sich verändert: Seine Augen waren trüb, wie ein verschmutzter See. Sein Körper sah im Grunde noch immer genauso aus wie damals, aber die mystische Aura, die seine Person unter allen anderen Menschen so wunderbar gemacht hatte, war verschwunden. Er wirkte so zerbrechlich, wie es sein Alter vorschrieb. „Du hast mich angesprochen... Damals.”, wisperte er, aber seine Stimme war nicht mehr klar. „Du hast nach meinem Geheimnis gefragt, Mädchen. Nur du hast das jemals getan, und ich habe es nie vergessen.” Er hustete und krümmte sich tiefer über seinen Stock. Guinevere war sofort bei seiner Seite und griff besorgt nach seiner Gestalt. Er stützte sich auf ihre Schulter und griff fest nach ihrer Hand. Er wog so gut wie nichts, bemerkte sie und Angst wallte in ihr auf. „Kann ich helfen?”, rief Guinevere. „Soll ich einen Arzt rufen? Ich kann in die Stadt reiten. Sofort.” Der Alte lächelte, aber es wirkte aufgesetzt und unecht. Seine Gesichtsmuskeln zuckten. „Meine Zeit ist vorüber.”, keuchte er. „Nein!” Guinevere konnte sich einfach nicht vorstellen, dass dieser Mann zu ihr gekommen war, nur um zu sterben. Sie kannte ihn doch kaum. Sie verstärkte ihren Griff und versuchte ihn besser aufzurichten. „Nein. Bitte nicht.”, rief sie noch einmal. „Das darf nicht sein. Ich meine... Ihr seid der Wind... Andere brauchen Eure Kraft...”, sie begann zu stottern und brach ab. Er schloss müde die Augen. „Kann ich wirklich nichts mehr für euch tun”, flüsterte sie hilflos und eine Träne rann über ihre linke Wange. „Du hast mir bereits sehr geholfen, mein Kind.”, wisperte der Alte und dann löste er sich plötzlich mit erstaunlicher Kraft aus ihrer Haltung. Seine Gestalt schien zu verschwimmen, aufzuleuchten und wie Nebelschwaden auseinander zu gleiten. Ein Luftzug kam heran, hob seinen Geist vom Boden weg und löste auch seinen Körper endgültig auf. Sekunden später blieb nur die Erinnerung an ihn zurück. Guinevere stand einfach nur da, unfähig sich zu bewegen oder irgendeine andere Reaktion hervorzubringen. Wieso war er zu ihr gekommen? Wieso ausgerechnet zu ihr? Eine halbe Stunde später stellte sie erschrocken fest, dass sie noch immer auf dem Hof stand. Sie wandte sich langsam wieder dem Haus zu, aber die Verwirrung ließ sich nicht abschütteln. Das Messer aus ihrer linken Hand lag irgendwo im Gras, die Kerze in ihrer rechten war nur noch ein kleiner Stummel. Heißes Wachs bedeckte den eisernen Kerzenhalter. Guinevere wollte kein Licht. Nicht jetzt. Sie wollte das Feuer auspusten, doch es war nicht nötig. Ein Windhauch erfasste plötzlich die Flamme und es wurde dunkel. Guinevere starrte überrascht auf die Kerze herab. Unsicher lief sie in ihr Schlafgemach zurück. Eine Vorahnung nistete sich zwischen ihren Gedanken ein. Am Fenster hob sie ihre Hände und ein unheimliches Leuchten erfasste ihre Finger. Ein weiterer Luftzug wehte heran und schmetterte die Fensterläden wie von Geisterhand zu. Erkenntnis glomm in ihr auf. Ihr Ehemann grunzte, rollte herum, wachte aber nicht auf. Als er am nächsten Morgen aufstand, stellte er erschrocken fest, dass Guinevere nicht neben ihm lag. In der Küche fand er eine Nachricht: Ich habe beschlossen, dich zu verlassen, stand da. Ich werde eine Reise machen. Wohin? Das kann ich dir noch nicht sagen. Ich lasse mich vom Wind führen. - Ach ja, und mach dir keine Sorgen um die Felder. Morgen wird es regnen...
Ende
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